Jörg Müller-Barkei, M.A.
Jörg Müller-Barkei, M.A.

Jörg Müller-Barkei, M.A.

Warum studiert jemand Literaturwissenschaft und Philosophie? Und was lernt man da eigentlich?

Für die meisten Menschen ist die Antwort auf diese Fragen klar: Im Grunde sind das bloße „Hobbystudiengänge“, und ihre Inhalte und Studienergebnisse größtenteils überflüssig. Das Einzige was man dafür braucht ist (zu) viel Zeit, und – natürlich – Liebe zur Literatur.

Warum Geisteswissenschaften?

Meine Antwort auf diese Fragen war immer eine andere. Natürlich ist „Liebe zur Literatur“, sei sie nun belletristisch oder philosophisch, eine notwendige Bedingung für die Entscheidung für ein solches Studium. Kaum ein Student würde sonst das notwendige Lesepensum bewältigen. Aber hinreichend aber ist sie keineswegs. Denn insbesondere im Fall der sogenannten „Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft“ ist auch ein hohes Maß an Interesse für theoretische Abstraktionen, historische Abläufe und Zusammenhänge erforderlich. Sowie für die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturen, Literaturen und Medien.

Leicht abgewandelt gelten diese Aussagen auch für jedes ernsthafte Studium der Philosophie.

Was mich fasziniert

Unter diesen Prämissen ist dann „Literatur“, sei es ein belletristischer Text oder eine philosophische Theorie nur ein spezielles Material für die eigentlichen Studien. Und deshalb fasse ich, was ich in diesem Studium gelernt habe, gern in einem einfachen Satz zusammen: Analyse und Manipulation komplexer Systeme.

Nun klingt besonders der Ausdruck „Manipulation“ für fast jeden Leser zunächst einmal negativ. Er „riecht“ nach verdeckter Beeinflussung, vor allem nach etwas, das gegen den Willen dessen, der beeinflusst wird, geschieht. Tatsächlich ist die Wahl dieses Ausdrucks in seiner Doppeldeutigkeit zwischen „Modifikation“ und „Beeinflussung“ gezielt erfolgt. Nicht selten ist es nämlich die gezielte, aber sich unterhalb der allgemeinen Wahrnehmungsschwelle bewegende Modifikation eines Systems, die am effektivsten die gewünschten Ergebnisse erreicht.

Doch wären solche „komplexen Systeme“?

Texte als komplexe Systeme

Literarische oder philosophische Texte sind, möchte man meinen, kaum ein exemplarisches Beispiel für Systeme, die im realen Leben eine entscheidende Rolle spielen, oder?

Auch dies ist eine Frage der Perspektive. Man kann nämlich argumentieren – und ich bin genau dieser Überzeugung – dass in literarischen und philosophischen Texten die Funktionsweisen sozialer und kultureller Systeme, ihre Interaktionen, Austausche und Zeichen, bzw. Symbolverwendungen in besonderer, konzentrierter Weise zur Darstellung gelangen.

Vielfältige Anwendungen

Und so gesehen stellen diese Texte dann durchaus sinnvolle und valide Muster oder Beispiele dar für komplexe Systeme und ihre Interaktionen, wie jeder von uns sie in seinem Alltag, als Betrieb oder Unternehmen, politische oder freizeitorientierte Organisationen, im Freundeskreis oder der eigenen Familie erlebt. Ihre Untersuchung bildet also eine exzellente Grundlage, um die Eigenschaften und Funktion realer Systeme zu verstehen und mit ihnen umzugehen.

Und aus diesem Blickwinkel sind die Techniken, Werkzeuge und Verfahren, die man in einem geisteswissenschaftlichen Studium wie dem meinen erlernen und trainieren kann, mehr als geeignet, um derartige komplexe Alltagssysteme zu analysieren und die für erwünschte oder notwendige Veränderungen geeignete Modifikation oder Beeinflussung auszuwählen und umzusetzen.

Arbeitsbereiche und Erfahrungen

Seit meinem Studium hatte ich Gelegenheit, die gewonnenen Kenntnisse und Fertigkeiten, vornehmlich als Selbständiger, in unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern einzusetzen und in einigen Bereichen auch weiter zu entwickeln. Dazu gehören Tätigkeiten als:

  • IT-Berater, -Projektleiter und -Dozent,
  • Projektmanager und Projektentwickler,
  • (StartUp-)Unternehmensberater,
  • Redakteur, Lektor und Verlagsleiter,
  • Ausbilder, und, nicht zuletzt,
  • Autor.

Auch meine Arbeitsfelder waren breit gestreut, wie sich das für einen Freiberufler oft ergibt:

  • IT-Systeme und -Netzwerke
  • Sozial- und Wohlfahrtsverband
  • eLearning für einen Großkonzern
  • Verlagsbranche (Redaktion, Buch- und Magazin-Workflow)
  • Internet-Unternehmen und Soziale Netzwerke
  • Faser-Verbundwerkstoffe und Produkte hieraus
  • usw.

Details hierzu entnehmen Sie bitte meinem Qualifikations-Profil oder meinem Lebenslauf. Außerdem finden Sie auf dieser Seite auch eine Liste der von mir, oder unter meiner  (maßgeblichen) Mitarbeit veröffentlichten Publikationen.

Meine Interessen

Hinzu kommt, dass ich mich für eine Vielzahl von allgemeinen Themen interessiere und engagiere:

  • Wirtschaft,
  • Politik (auch praktisch)
  • Geschichte,
  • Wissenschaft und Technik, und natürlich
  • Kultur, Literatur, Musik und Philosophie

Dienstleistungen

Die in diesen Tätigkeiten und Interessengebieten gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten bilden die Grundlage meines jetzigen Angebotes als Autor, Ghostwriter, Berater und Coach, sowie als Storytelling-Berater.

Nehmen Sie Kontakt auf!

Sollten Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Informationen benötigen, kontaktieren Sie mich bitte per , telefonisch oder verwenden Sie das Kontaktformular.


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